Filme

Unter aller Augen

UNTER ALLER AUGEN, Dokumentarfilm, Deutschland 2017, 90 Min.

Credits: Buch & Regie: Claudia Schmid; Kamera: Claudia Schmid; Schnitt: Kawe Vakil; Ton: Bianka Schulze, Heike Frielingsdorf, Julia Hübner, Aidin Salkhi; Produzentin: Birgit Schulz; Producerin: Monika Mack; Produktionsleitung: Rolf Bremenkamp; Redaktion: Andrea Ernst / WDR, Angelika Wagner / WDR, Barbara Denz / NDR
Eine Bildersturm Filmproduktion in Koproduktion mit WDR und NDR; Verleih: mindjazz pictures

Drehbuchförderung und Produktionsförderung der Film- und Medienstiftung NRW

"Jetzt hat mich meine Familie in einen feurigen See geworfen und ich verbrenne im Feuer“ ... Minara, Bangladesch
"Meine Mutter sagte: Du weißt, dass es hier nicht gestattet ist, Familienangehörige bei der Polizei anzuklagen..." Yolande, Benin
"Ja, meine Kinder lachten über mich, gingen mir aus dem Weg und sagten: “Sie ist kein Mensch mehr”, und ich mied sie und weinte." Nakatya, DR Kongo
"Das ist das, was ich so tragisch finde, die Gewalt geht einfach weiter – über die Generationen geht’s einfach weiter... " Maya, Deutschland

VOICES OF VIOLENCE - DR KONGO

VOICES OF VIOLENCE - DR KONGO, Dokumentarfilm, 90 Min. © 2016
Der erste Kino-Dokumentarfilm einer Trilogie über weltweite Gewalt gegen Frauen. Es folgen zwei weitere Filme zum gleichen Thema in Bangladesch/Benin und Deutschland.

CREDITS: Buch & Regie: Claudia Schmid; Kamera: Claudia Schmid; Schnitt: Kawe Vakil; Produzentin: Birgit Schulz; Produktionsleitung: Monika Mack und Rolf Bremenkamp; 

Eine Produktion der Bildersturm Filmproduktion in Koproduktion mit WDR/NDR, gefördert von der Film- und Medienstiftung NRW.
Verleih: Mindjazz pictures

  • DR Kongo
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VOICES OF VIOLENCE - DR KONGO ist ein Film über die unvorstellbare Gewalt gegen Frauen in der DR Kongo und das politische und gesellschaftliche System, das diese Grausamkeiten zulässt. In dem Land, in dem Frauen auf besonders grausame Weise der systematischen Vergewaltigung als Kriegswaffe ausgesetzt sind, gibt Claudia Schmid völlig unbekannten Frauen eine Stimme und zeigt auf, wie die Strukturen der Gewalt in all ihren Facetten funktionieren.

Die Filmemacherin ist mehrere Monate durch die Demokratische Republik Kongo gereist und hat Frauen in den entlegensten Dörfern der Rebellengebiete getroffen und ihr Vertrauen gewonnen. In langen konzentrierten Gesprächen offenbaren die Frauen zum ersten Mal ihre  traumatischen Erlebnisse der Öffentlichkeit. Sie erzählen, wie sie überfallen, verschleppt und misshandelt wurden, wie sie aus den Rebellencamps fliehen konnten und warum die Hölle nach der Rückkehr in die Dörfer weiterging. Von der eigenen Dorfgemeinschaft geächtet, von den Ehemännern verstoßen...

Je intensiver sich die Interviewsituation mit der Filmemacherin entwickelt, umso drastischer und direkter formulieren die Frauen die erlebte Gewalt. Die Kongolesinnen sind expressive Erzählerinnen, die für ihr Leid starke Worte und Gesten finden. Impulsiv begeben sie sich noch einmal in die jeweiligen Situationen und spielen sie nach.

Der Film verdichtet die Gewaltgeschichten verschiedener Frauen aus einem Dorf zu einem Chor, der in seinen Steigerungen die Dramaturgie des Filmes bestimmt.Um die ganze Komplexität der Gewalt zu verdeutlichen, befragt Claudia Schmid auch Familienangehörige zu ihrem Erlebnissen und Sichtweisen und spricht mit ihnen über ihre Scham und Diskriminierung durch die Dorfgemeinschaft. Sexuelle Übergriffe sind im DR Kongo ein Tabuthema. Familien sprechen fast nie über ihre traumatischen Erlebnisse.
Im Verlauf des Filmes taucht Claudia Schmid immer tiefer in die Zusammenhänge der Zerstörung ein und befragt auch kongolesische Männer auf der Straße zu den „Rechten und Pflichten“ beider Geschlechter. Völlig ungeniert erzählen sie, dass sie ihre Frauen schlagen, wenn diese nicht gehorchen. Dass die Mädchen selbstverständlich nicht zur Schule dürfen, weil sie sonst zu unabhängig werden könnten und dass eine Frau nichts besitzen darf. Wenn der Mann sie verlässt, muss die Frau auf der Straße leben. So sei das nun mal...

Auf diese Weise verbindet sich die kriegerische Gewalt der Rebellen mit der alltäglichen der kongolesischen Männer und macht die Situation für die Frauen erst richtig ausweglos. So reflektiert der Film immer tiefer einen Kosmos der systematischen Zerstörung der Bevölkerung eines ganzes Landes. Allein durch die Kraft der Protagonistinnen, die nicht aufgegeben haben und jetzt sprechen, weil sie wollen, dass die Öffentlichkeit von ihrem Leid erfährt und die Täter bestraft werden, wird diese engste aller Welten gesprengt. Und da folgt die Kamera manchmal den Blicken, den Bewegungen und auch den Tänzen und Gesängen der Frauen hinaus aus der Enge...

Voices of Violence ist ein schockierender und berührender Mikrokosmos aus Triebhaftigkeit und Gewalt, Macht und Ohnmacht, Bewusstlosigkeit und Gefangensein in Traditionen. Bildersturm wird sich im Anschluss an die Produktion Voices of Violence im DR Kongo in einem weiteren Dokumentarfilm neben Benin und Bangladesh auch der deutschen Seite der Gewalt gegen Frauen widmen.

Auftaktveranstaltung mit Fotosausstellung, Filmausschnitten und Podiumsdiskussion am 28.02.2016 im Foyer des Rautenstrauch-Joest Museum/Forum Volkshochschule im Kulturquartier

Kinostart: 10.03.2016 Weitere Infos zu VOICES OF VIOLENCE - DR KONGO Mindjazz Pictures;  oder Bildersturm Filmproduktion

Die aktuellen Screening-Termine werden auch auf meiner Webseite unter AKTUELL angekündigt.

Richard Deacon - In Between

Richard Deacon - In Between, Kino-Dokumentarfilm 90 Min. ©2012
Credits: Buch & Regie: Claudia Schmid Kamera: Andreas Köhler Ton: Tim Pattberg Schnitt: Kawe Vakil Redaktion: Reinhard Wulf, Produktion: Birgit Schulz
Eine Bildersturm Filmproduktion in Koproduktion mit 3sat / WDR

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Der Brite Richard Deacon gehört neben Richard Serra und Richard Long zu den bedeutendsten Bildhauern der Gegenwartskunst. Seine existenzielle Auseinandersetzung mit Raum und Form ermöglicht eine grundlegend neue Blickweise. Entscheidend ist sein physischer Umgang mit den verschiedensten Materialien. Seine wellenförmig geschwungenen Skulpturen mit ihren rhythmischen Verflechtungen oder die biomorph anmutenden Raumkörper zählen zu den vielschichtigsten Werken der modernen Bildhauerei.

Die Stille der Unschuld

Die Stille der Unschuld - Der Künstler Gottfried Helnwein, Kino-Dokumentarfilm, 116 Min.  ©2009
Buch & Regie: Claudia Schmid; Kamera: Susu Grunenberg; Ton: Jens Krähnke;  Schnitt: Kawe Vakil; Mischung: Christof Glade; Farbkorrektur: Dany Schelby; Untertitel: Ralph Sikau, Parabol Pictures; Produzentin: Birgit Schulz; Produktionsleitung: Monika Mac;k Redaktion: Reinhard Wulf
Eine Bildersturm Filmproduktion in Koproduktion mit 3sat / WDR; Verleih: MFA+ 

  • Helnwein_Stille der Unschuld
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Gottfried Helnwein ist ein Künstler klarer Aussagen, ungezügelt und eigenwillig. Mit seinen hyperrealistischen Darstellungen gequälter Mädchen aus den 70er Jahren bis hin zu den Malereien und Fotografien von heute konfrontiert er uns mit den dunklen Seiten menschlicher Natur. 

Still aber schonungslos führt er die Leidensfähigkeit des Menschen am Schicksal des unschuldigen Kindes vor Augen und macht den Betrachter zum Mitwissenden und Mittäter bei Verletzung und Misshandlung.

Nicht umsonst ist Helnwein einer der weltweit bekanntesten und zugleich umstrittensten deutschsprachigen Künstler der Nachkriegszeit. Helnwein ist ein politisch denkender Künstler, der das gegenwärtige und historische Weltgeschehen analysiert und auch dort die Strukturen von Macht und Gewalt offenlegt. Zeitlebens hat er sich mit den perfiden Mechanismen der NS-Zeit auseinandergesetzt. Seine Bilder sind ein andauernder Appell gegen das kollektive Verdrängen und Vergessen.

Die Gezeichnete Welt

Die gezeichnete Welt - Der Künstler Heinz Emigholz, Dokumentarfilm, 64 Min. WDR/3sat ©2009
Buch & Regie: Claudia Schmid; Kamera: Susu Grunenberg; Ton: Ivonne Gärber, Oliver Lumpe; Schnitt: Oliver Held; Mischung: Imke Bartmann; Redaktion: Reinhard Wulf

„Normalerweise gibt es die Zweiwertlogik und Kausalität, die Ursache und Wirkung. Das sind so einfache Beziehungen, die ich ziemlich krude finde und die mich nicht besonders interessieren. Es gibt aber auch ganz gewiss eine Mehrwertlogik, indem auch die Erinnerungsarbeit und Denkarbeit eingebaut wird und die reale Situation sich zusammenfügt. Und das ist eine Logik, die komplex ist, und die mich interessiert.“ Heinz Emigholz

Natur in Flaschen

Die Quellen von Spa, Dokumentation, 45 Min. WDR/arte © 2007

Credits: Buch & Regie: Claudia Schmid; Kamera: Dieter Stürmer; Ton: Ute Haverkämper; Schnitt: Daniela Thiel; Produktionsleitung: Monika Mack; Produzentin: Sabine Müller; Redaktion: Andrea Ernst
Eine Bildersturm Filmproduktion im Auftrag von WDR/arte

Das kleine Städtchen Spa liegt im wallonischen Teil von Belgien, mitten in den Ardennen: ein Kurort mit 500 Jahren Tradition. Etwas außerhalb, im Hohen Venn mit seinen Grasteppichen, mit Tümpeln und Mooren, in der „Fagne de Malchamps“, beginnt die Geschichte des außergewöhnlichen Mineralwassers von Spa.

Gefährliche Idylle zwischen Maas und Waal

Dokumentation, 26 Min. WDR/arte ©2006

Credits: Buch & Regie: Claudia Schmid; Kamera: Oliver Vogt; Ton: Ute Haverkämper; Schnitt: Monika Grüter; Sprecher: Frau Greve, Herr Müller, Herr Levin
Eine Bildersturm Filmproduktion im Auftrag von WDR/arte

"Das grüne Herz" – so nennen die Niederländer eine Polder–Region, die von den Flüssen Waal und Maas begrenzt wird, die tief im Inneren des Landes in der Nähe von Nijmwegen liegt und trotzdem überschwemmungsgefährdet ist.

Im Februar 1995 mussten hier wegen eines drohenden Deichdurchbruches, sämtliche Einwohner vorsorglich evakuiert werden. Der Pegel in den Flüssen Waal und Maas war so extrem hoch angestiegen, dass eine vollständige Überflutung der ganzen Region mit einem Wasserstand bis zu fünf Metern nicht mehr auszuschließen war.

Liebesversuche

Liebesversuche - Portrait Werner Schroeter, Dokumentarfilm, 65 Min., WDR/arte © 2002

Credits: Buch & Regie: Claudia Schmid, Birgit Schulz Kamera: Dieter Stürmer Ton: Til Butenschön Schnitt: Bettina Strunk Redaktion: Sabine Rollberg
Eine Bildersturm Filmproduktion im Auftrag von WDR/arte

Schüchtern und gleichzeitig provokant. Sein starker Blick verrät die Intensität seiner Lebenshaltung. Er gilt als unangepaßt, bildstark, politisch konsequent und liebt die großen Gefühle. Immer schwarz gekleidet mit Neigung zu dramatischer Selbstinszenierung und zum Kitsch. Ein bewusster Exzentriker, der Grenzüberschreitungen liebt und in die Fülle des Lebens mit all seinen Abgründen taucht:

Königskinder

Königskinder - Romy Schneider und Elisabeth von Österreich, 45 Min. Dokumentarfilm, WDR, © 1998

Buch & Regie: Birgit Schulz; Co-Regie: Claudia Schmid; Kamera: Andreas Fiegel; Schnitt: Cornelia Zaluskovsky; Redakton: Andrea Ernst

1854 wurde die bayrische Prinzessin Elisabeth in Wien zur Kaiserin gekrönt. Von diesem Moment an projizierten die Österreicher in die 16jährige glücksbringende, fast religiöse Eigenschaften. In einer Zeit, in der der absolutistische Monarch das Gedankengut der Bürgerdemokratie brutal unterdrückte, war die Figur Elisabeth von Anfang an ein Hoffnungsträger.
Die Realität der von Stund an isolierten Frau wurde öffentlich nicht wahrgenommen. Der Mythos um Kaiserin Elisabeth von Österreich wurde in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts noch einmal gezielt eingesetzt:

© 2017 CLAUDIA SCHMID Alle Rechte vorbehalten.