Auftritt der Dinge - Für alle die es wissen wollen, 13 Min. © 2019  Teaser für einen geplanten Dokumentarfilm über Peter Josef Abels und sein künstlerisches Schaffen von Claudia Schmid

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Dieser Teaser ist eine Annäherung an die komplexe bildhauerische Arbeit „Die Bühne“ des Düsseldorfer Künstlers Peter Josef Abels, die sich über viele Jahre hinaus immer wieder verändert hat und stetig weiterwächst. Eine spannende Reise in die fantasievolle Welt eines der ungewöhnlichsten Künstler unserer Zeit.


Der Künstler Peter-Josef Abels über seine bildhauerische Arbeit "Die Bühne"

Piö Abels: "Wenn auch „Die Bühne“ eine Komödie ist, gibt es da auch Dramen. Es geht um den Ernst des Lebens. Aber wenn man sagt „Ernst des Lebens“, fängt man gleich an zu lachen, oder?
Ein Bild von Goya fällt mir gerade ein, wo zwei Männer bis zur Hüfte im Matsch feststecken. Sie stehen direkt gegenüber und haben beide was zum Prügeln in der Hand. Sie prügeln aufeinander ein. Sie sind ja in derselben Notsituation, kommen nicht vom Fleck, aber der andere ist schuld. Das ist wirklich tragisch, aber so ist das oft der Fall im Leben. Bei Goya muss ich einfach lachen, auch wenn er es nicht so gemeint hat. Bei Beckett findet man öfters ähnliches. Mit „der Bühne“ habe ich beides gemeint, Humor und Ernst. Mit Humor schaffst du dir Distanz, auch zur eigenen Arbeit. Der bekannte chinesische Philosoph Laozi hat einen schönen Spruch gesagt: „Sobald du dir einen Gedanken herstellst, lache darüber.“ Wenn du eine Idee hast, lache erstmal darüber, sonst sitzt du da mit dem eigenen Ernst in der Falle.“

 

„Theater und Sprache gehören zusammen. Man muss nicht unbedingt die Sprache verstehen, um ein Theaterstück zu genießen. Wenn man sie aber versteht, wirkt sie wie eine Metaebene. Ein zusätzliches Spiel. Auf der Bühne steht man nicht nur, sondern sagt auch etwas mit Gesten und es kommt noch Musik dazu. Das Ganze sollte einen Klang geben, aber eben nicht mit „Zeigefinger“. Deswegen widersprechen sich diese Zitate oder Sprüche oft, sie spielen miteinander. Ich habe immer viel und gerne gelesen und die schönsten Stellen aufgeschrieben. Viele davon sind auf der Bühne gelandet."

Credits:
Buch & Regie: Claudia Schmid
Bildgestaltung: Justyna Feicht
Originaltonmeister: Andy Michaelis
Montage: Claudia Schmid


Digital Imaging Technician: Andy Michaelis
Produktion: Claudia Schmid / schmidfilm