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Biografie
 
 

Claudia Schmid, 1956 in Köln geboren, studiert zunächst 3 Jahre Querflöte und Klavier bei dem Wiener Philharmoniker Raviére an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien für eine Solistenlaufbahn als Querflötistin. 1978 wechselt sie in die bildende Kunst und studiert Bildhauerei und Keramik an der Universität für angewandte Kunst in Wien bei Prof. Maria Bilger. Nach einer intensiven 9-monatigen Reise durch Indien und Sri Lanka setzt sie 1981 ihr Studium der Malerei und Bildhauerei an der Kunstakademie in Düsseldorf bei Prof. Gerhard Hoehme, Jürgen Partenheimer und Fritz Schwegler fort. 1985 wird sie mit dem Meisterschülertitel der Akademie ausgezeichnet und gewinnt 1986 ein DAAD Künstler-Stipendium für einen 1-jährigen Aufenthalt in Italien. Sie arbeitet seitdem als freischaffende Künstlerin und erhält diverse Preise und Stipendien. Ihre Skulpturen werden von den Galerien Guenzani in Mailand, Carini in Florenz und Buchholz in Köln ausgestellt.
 

1991 wechselt sie in den Dokumemntarfilm und beginnt als Filmautorin und Regisseurin im Bereich Kultur für verschiedene deutsche öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten zu arbeiten. Im Laufe der Jahre realisiert sie etwa 15 längere Dokumentationen mit dem Schwerpunkt Bildende Kunst und Künstlerportrait. 

Seit 2009 widmet sie sich ausschließlich dem langen Dokumentarfilm. „Die Stille der Unschuld – Der Künstler Gottfried Helnwein“ ist ihr erster abendfüllender Film für das Kino. Es folgen die Dokumentarfilme „Die gezeichnete Welt – Der Künstler Heinz Emigholz“, „Richard Deacon – In Between“, „Voices of Violence“, „Unter aller Augen“ und „Der Endlose Moment – Der Maler Rolf Kuhlmann“ , bei dem sie nicht nur Buch und Regie, sondern auch erstmalig die Produktion übernimmt.

 

"Meine Herangehensweise an die Filme - sowohl inhaltlich als auch in ihrer dramaturgischen Struktur - ist geprägt von meinen Erfahrungen als Bildhauerin, Malerin und Musikerin. Der dramaturgische Filmaufbau ähnelt einer Skulptur. Die verschiedenen Erzählstränge und Bildebenen sind ineinander verschachtelt, überlagern und verzweigen sich wie in einer Bach-Fuge und bilden einen in sich komplexen dreidimensionalen Körper aus Filmbildern und Interviewsträngen. 
 

Ich möchte bei ihren Künstlerportraits einen tiefen Einblick in das kreative Denken und Schaffen eines Künstlers geben, ihre eigenwilligen Lebenshaltungen und Visionen sichtbar machen und gleichzeitig gesellschaftlich relevante Themen reflektieren. Dabei interessieren mich immer originäre Persönlichkeiten, kämpferische "Träumer", Vordenker, Visionäre oder Revoluzzer. Da ich mich  selber als Filmemacherin und Künstlerin begreife, tauche ich während des Schaffensprozesses mit den Künstlern in einen intensiven Dialog auf Augenhöhe, der wiederum Kreativität freisetzt. meine Filme führen den Zuschauer in das Wesen der Kunst und spiegeln die schwierigen Herausforderungen und Hindernisse, den Zauber und die Transformationsprozesse, die jeder Künstler durchläuft, wieder. Mein künstlerischer Hintergrund ermöglicht mir einen intimen und thematisch tiefen Zugang zu den Künstlern und ihren Werken, was meine Filme von anderen Künstlerportraits unterscheidet und zu etwas Besonderem macht."


"Die Filme „Voices of Violence“ und „Unter aller Augen“ widmen sich dem Thema „Gewalt gegen Frauen“ und beleuchten die weltweiten Strukturen der Macht und Gewalt anhand der vier Länder DR Kongo, Benin, Bangladesch und Deutschland. Um die „unsichtbaren“ Frauen in entlegenen Buschdörfern, die extreme Gewalt erfahren haben, zu finden und ihnen eine Stimme zu verleihen, habe ich über Monate alleine diese Länder bereist und trotz Gefahr nah bei den Frauen in den konfliktreichen Gebieten gewohnt. Die Filme tauchen schonungslos in die Gewaltprozesse ein und lassen kein Verdrängen zu. Diese Filme haben zwar thematisch nichts mit Kunst zu tun, sind aber meiner Herangehensweise an das Thema und die Auseinandersetzung mit den Protagonist*innen ähnlich intensiv und radikal. Auch im dramaturgischen Aufbau tragen sie eindeutig meine Handschrift."

Claudia Schmid lebt und arbeitet in Köln und widmet sich zurzeit wieder ausführlich dem frei künstlerischen Schaffen - der Malerei und Street Photography.


Filmografie – Auswahl 

2021    „Der Endlose Moment – Der Maler Rolf Kuhlmann“, 135 Min., Dokumentarfilm

2019    „Auftritt der Dinge - Für diejenigen die es wissen wollen“, 13 Min., Kurzfilm
2017    „Unter aller Augen“, 90 Min., Dokumentarfilm
2016    “Voices of Violence“, 87 Min., Dokumentarfilm    
2013    “Richard Deacon – In Between”, 89 Min., Dokumentarfilm
2009    “Die Gezeichnete Welt - Der Künstler Heinz Emigholz”, 64 Min., Dokumentarfilm
2009    “Die Stille der Unschuld - Der Künstler Gottfried Helnwein”, 116 Min., Dokumentarfilm

2007    “Natur in Flaschen - Die Quellen von Spa”, 45 Min., Dokumentarfilm

2006    “Gefährliche Idylle - zwischen Maas und Waal”, 45 Min., Dokumentarfilm
2002     “Liebesversuche  – Portrait Werner Schroeter”, 65 min., Dokumentarfilm
1998     “Königskinder - Romy Schneider & Elizabeth von Österreich, 45 min., Dokumentarfilm


Claudia Schmids Filme wurden erfolgreich auf verschiedenen internationalen Filmfestivals und in vielen Kinos, als auch in renommierten Galerien und Museen wie die Tate London, das Museum K21 in Düsseldorf, das Museum Folkwang in Wuppertal oder die Prague City Gallery gezeigt. 2003 erhielt ihr Film „Liebesversuche – Der Künstler Werner Schroeter den 1. Preis beim “Festival International du Film“.

  • Claudia Schmid - schmidfilm
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